Termingeldanlagen sind im Gegensatz zu Tagesgeld nicht täglich verfügbar, weisen aber oft eine deutlich höhere Flexibilität als andere langfristige Geldanlagen auf, weil beispielsweise bei so genannten Kündigungsgeldern üblicherweise innerhalb eines Monats über die Einlage verfügt werden kann.

Dementsprechend liegen die erzielbaren Renditen im Regelfall zwischen denen für Tagesgeld und denen langfristiger Anlagen. Bei Termingeldern handelt es sich um Anlagen, die direkt bei dem jeweiligen Kreditinstitut getätigt werden. Solche Anlagen sind bedeutend besser abgesichert als Finanzprodukte, bei denen eine Bank lediglich als Vermittler auftritt. Die wichtigsten Vorteile von Termingeldanlagen auf einen Blick:

1. Zinsplanbarkeit

Die Zinsen einer Termingeldanlage sind für die Anlagedauer festgeschrieben. Der Anleger ist also von kurzfristigen Zinsschwankungen nicht betroffen.

2. Zinseszinseffekte

Werden Termingelder vor Ablauf der festgeschriebenen Anlagefrist nicht gekündigt, verlängert sich die Anlage üblicherweise automatisch um die ursprüngliche Anlagedauer. Erzielte Zinsgewinne werden im Fall einer solchen Verlängerung erneut verzinst.

3. Kündigungsgeld als besonders flexible Variante

Termingeldanlagen können auch ohne festgelegte Anlagedauer getätigt werden. Stattdessen wird in diesen Fällen eine Kündigungsfrist vereinbart, nach der über das angelegte Kapital verfügt werden kann. Üblich ist eine Frist von einem Monat.

4. Schutz durch die Einlagensicherung

Termingelder unterliegen dem Schutz der gesetzlichen Einlagensicherung. Diese garantiert Einlagen bis zu einer Höhe von 50.000 Euro zu 100 Prozent. Nahezu alle Kreditinstitute sind darüber hinaus einem Einlagensicherungsfonds angeschlossen, der auch deutlich höhere Beträge garantiert. So schützt beispielsweise der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken jeden Anleger bis zu einer Höhe von 30 Prozent des Eigenkapitals der jeweiligen Bank, was für nahezu jeden Privatanleger eine einhundertprozentige Absicherung bedeutet.

5. Beleihbarkeit von Termingeldern

Grundsätzlich sollten Termingeldanlagen nur getätigt werden, wenn das angelegte Geld während der Anlagedauer mit Sicherheit nicht benötigt wird. Verfügungen vor dem Fälligkeitsdatum sind entweder ausgeschlossen oder mit hohen Kosten verbunden. Da Termingelder garantiert sind, können sie im Fall eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs jedoch problemlos beliehen werden. Die dabei entstehenden Kosten sind meist erheblich geringer als die einer vorzeitigen Verfügung über das angelegte Kapital.